SChwerpunkt Antirassismus

Junge Linke Wien und Asyl in Not

Ein Drittel aller Wiener:innen hat keine österreichische Staatsbürger:innenschaft. Das bedeutet nicht nur einen Ausschluss vom Wahlrecht, sondern für viele auch einen unsicheren Aufenthaltsstatus. Abschiebung ist daher für viele Menschen in Wien eine permanente Bedrohung die häufig zu tatsächlichen Abschiebungsverfahren aus Österreich führt. Das heißt: Menschen werden von der Polizei aus ihren Wohnzimmern abgeführt, in Schubhaft gesteckt und in Flugzeuge gesetzt, um den halben Erdball geflogen und dort ihrem Schicksal überlassen. Wie ihr Leben dort aussieht, interessiert in Österreich kaum mehr jemanden. 

Als Linke setzten wir uns für ein Ende von Abschiebungen ein. Globale Bewegungsfreiheit bleibt im Kapitalismus eine Utopie, aber zumindest das Recht auf ein Leben in Sicherheit müssen wir hier und jetzt durchsetzen! 

Junge Linke Wien starten deshalb den neuen Schwerpunkt zu Antirassismus. Von und mit Asyl in Not lernen wir, wie Asylverfahren und Abschiebungen abgewickelt werden. Wir diskutieren inhaltlich über die Systematik hinter Abschiebungen und ihren Zusammenhang mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Und wir werden selbst aktiv indem wir lernen, Asylverfahren zu begleiten.

Inhalte des Schwerpunktes: 

  • Wir arbeiten daran, Abschiebungen zu verhindern, bevor sie entstehen und stehen mithilfe juristischer Werkzeuge Menschen zur Seite. So lassen wir unsere Solidarität Praxis werden.
  • Deshalb entwickeln Junge Linke Wien mit Asyl in Not ein gemeinsames Vorgehen, die wirksam Hilfestellungen bietet und die Möglichkeit zur Verfügung stellt, Abschiebeverfahren professionell zu begleiten.
  • Asyl in Not macht seit Jahren vor, wie es durch Eigeninitiative, gemeinsames Lernen und kompetente politische und juristische Argumentation gelingen kann, dass Menschen ihr Leben in Österreich weiter führen können. Dieses Wissen wollen wir nutzen und verbreiten um wirksam und schlagkräftig zu werden!

  • Die Anmeldung für 2021 ist geschlossen.
Solidarität wird Praxis
Wir entwickeln gemeinsam eine solidarische antirassistische Praxis.
Juristische Grundlagen des Asylrechts
Du erfährst, wie das Asylrecht in Österreich aufgebaut ist und lernst über die rechtlichen Grundlagen von Abschiebungen - und wie man sie verhindert.
Zusammen wirksam werden
Gemeinsam werden wir schlagkräftig gegen Abschiebungen!
Voriger
Nächster

DAS PROgramm

Schon vor dem Einstiegsworkshop lernst du Asyl in Not individuell kennen. Das dient dazu, schon vorab mehr Einblick zu bekommen. Wir melden uns bei dir für einen genauen Termin, halte dir bitte wenn möglich den 29.09. frei.

WANN: Mittwoch, 29. September 2021
WO: Asyl in Not, WUK

Im ersten Workshop des Lehrgangs lernen wir die Mitarbeiter:innen von Asyl in Not und ihre Arbeit kennen. Wir steigen außerdem ins Thema ein und erfahren, was die Arbeit von Asyl in Not von Sozialarbeit unterscheidet. Wir widmen uns auch der Frage, wie wir als Linke, mit dem “Drang zu Helfen” umgehen und was eine solidarische Praxis für uns und in unserem Alltag bedeutet. 

WANN: Samstag, 2. Oktober 2021
WO: tbh (jedenfalls in Wien)

Asylverfahren zu betreuen ist eine große Verantwortung, für die es Wissen und Übung braucht. Gleichzeitig ist diese Art der Solidarität ein wichtiger Beitrag zu antirassistischer Praxis und wie Asyl in Not zeigt durchaus erfolgreich.

Deshalb gehört zu diesem Schwerpunkt:

  • die Teilnahme an den Beratungen von Asyl in Not – pro Person 1x im Monat, montags von 10:00-12:00 Uhr
  • die wöchentliche Teilnahme an den Besprechungen -mittwochs von  10:00-12:00 Uhr 
  • los geht`s am Montag, 4. Oktober

Du bist dir unsicher, ob sich der Schwerpunkt bei dir zeitlich ausgeht? Melde dich trotzdem an und komm zum Workshop am 2. Oktober ODER schreib eine Email und wir treffen uns gern mit dir um gemeinsam Möglichkeiten zu besprechen.

Beim ersten Seminarwochenende lernen wir die inhaltlichen Grundpfeiler rund um Asyl in Österreich kennen. Wie ist das Asylverfahren aufgebaut? Was sind die Abläufe? Welche Instanzen gibt es und welche Anträge werden wann gestellt? Und was unterscheidet Asyl eigentlich von subsidiärem Schutz?

Dabei werden wir nicht einfach berieselt sondern arbeiten mit Fallbeispielen – also realen oder für`s Lernen erfundenen Biografien – und verfassen schon selbst erste Schriftsätze.

WANN – Samstag, 30. & Sonntag, 31. Oktober 2021
WO – tbh (jedenfalls in Wien)

Bei diesem Workshop lernen wir, welche Quellen herangezogen werden können um einen Schriftsatz zu verfassen. Wir lernen zu erkennen, welche inhaltlichen Punkte relevant sind und worauf wir unsere Argumentationen stützen können. 

WANN: Mittwoch, 17. November, 2021, 10:00-12:00 Uhr 
WO – tbh (jedenfalls in Wien)

Oder: Wie verfasse ich eine Beschwerde?

An diesem Wochenende geht es um einen der wichtigsten Punkte der Arbeit von Asyl in Not und in unserem Schwerpunkt: Der Umgang mit unterschiedlichen Rechtsmitteln. Wir bekommen eine Einführung darin, welche Rechtsmittel uns zur Verfügung stehen und wie zu entscheiden ist, welches davon angewandt wird. Wir verfassen dabei selbst Schriftsätze, besprechen sie durch und feedbacken uns gegenseitig.

WANN: Samstag, 27. und Sonntag, 28. November 2021
WO: tbh (jedenfalls in Wien)
 

Bis Anfang Februar haben wir im Lehrgang schon viel gelernt. Gemeinsam wollen wir an diesem Wochenende noch einmal die wichtigen Inhalte wiederholen und offene Fragen klären. Außerdem geht es im Februar nun  in die Praxis. Das heißt: Je nach Interesse wird im Anschluss an einem Projekt gearbeitet. Am Seminarwochenende planen wir daher, welche Projekte wir angehen wollen. 

WANN: Samstag, 5. & Sonntag, 6. Februar 2022
WO: tbh (jedenfalls in Wien)

ÜBER ASYL IN NOT

“Asyl in Not ist eine unabhängige Menschenrechts-NGO, die geflüchteten Menschen unvoreingenommene rechtliche Beratung und Vertretung im Asylverfahren bietet. Unsere politische Expertise und die Fähigkeit zur Analyse macht unsere juristische Arbeit erfolgreich. Wir verstehen uns nicht bloß als karitative Organisation, sondern wir nutzen die rechtliche Hilfe für Einzelne als unser Werkzeug um auf die Wahrung der Menschenrechte zu pochen.”