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Referat Prekarisierung: Jung, gut ausgebildet, prekär – was wir gegen die Prekarisierung tun können

Die Arbeitsverhältnisse werden immer unsicherer, selbst für jene, die sich vor einigen Jahren noch auf eine hoffnungsvolle Zukunft verlassen konnten. Zeitungen schreiben seit Jahren von der erschreckenden Entwicklung am Arbeitsmarkt für AkademikerInnen: Unbezahlte Praktika für Uni-AbsolventInnen bilden einen Großteil der verfügbaren Jobs. Doch auch in vielen anderen, nicht akademischen, Branchen steigt die Anzahl unbezahlter Arbeitsstellen. Zusätzlich liegen Branchen ohne Kollektivvertrag und Leiharbeitsfirmen voll im Trend. Von geringfügigen Anstellungen sind vor allem StudentInnen betroffen, die Pensionsvorsorge und Krankenversicherung müssen sie dabei selber leisten. Kündigungsschutz für sie? – Fehlanzeige! Dieser wird immer mehr gelockert, von UnternehmerInnen werden unsichere Dienstverhältnisse eingefordert.

Schon seit Jahrzehnten erodiert das übliche Arbeitszeitmodell der 9-to-5 Jobs. Das klassische kleinbürgerliche Modell des Familienvaters als alleinigem Brotverdiener ist Geschichte und damit ändert sich auch die Verteilung von Arbeit: Für immer mehr Alleinerziehende ist es neben ihren Betreuungspflichten nicht möglich, Vollzeit zu arbeiten, geschweige denn mit ihren Einkünften über die Runden zu kommen. Gleichzeitig entsteht bereits seit Jahren ein durch die Politik geförderter Niedriglohnsektor: Arbeitssuchende werden gezwungen unterbezahlte Arbeiten auszuführen. Und während auch schon die Regierungen vor Schwarz-Blau unter dem Deckmantel, bessere Chancen für GründerInnen zu schaffen, das Arbeitsrecht auflockerten, arbeitet auch ein beträchtlicher Teil dieser Selbständigen unter der Armutsgrenze.

Welche Gefahren bestehen durch die Auflösung des klassischen Familien- und Normalarbeitszeitmodells? Wozu führen Jobunsicherheit, kurzzeitige Arbeitsmodelle und wer verdient daran? Welche Auswirkungen haben die nächsten Angriffe, die Schwarz-Blau plant und wie können wir Gegenstrategien schaffen?

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