Referat Entlohnung: Faire Löhne, gutes Leben? – Von Kämpfen und Kompromissen

Die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert sich immer weiter. Während die Löhne am unteren Ende der Gehaltstabelle stagnieren oder sogar sinken, und immer mehr Überstunden für denselben Lohn Voraussetzung sind, bleiben die Topverdiener gesichert auf ihrem Reichtum sitzen. Erhebliche Teile der Gesellschaft bekommen schon jetzt zu wenig Lohn, um sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Von Urlaub am Meer kann ein großer Teil der Menschen nur träumen.

Als Linke befinden wir uns auch im Kampf um Lohn in der Defensive. Das Projekt Schwarz-Blau hat nicht vor den Status quo beizubehalten, ganz im Gegenteil: Durch Maßnahmen wie die geplante Abschaffung der Notstandshilfe öffnet der Staat der Wirtschaft neue Möglichkeiten für einen Billiglohnsektor in Österreich.

Doch was können wir dagegen tun? Müssen wir in erster Linie den Status quo verteidigen, damit das Leben der Menschen in Österreich nicht noch schwieriger wird? In Österreich sind heute Hunderttausende armutsgefährdet, doch kann finanzielle Absicherung alleine dem Menschen Glück und Freiheit bringen? Kann Lohn überhaupt ein Kampffeld sein, um unser Leben strukturell zu verbessern? Wie passt das Ganze mit dem Bild einer positiven Zukunft für alle Menschen zusammen, die wir uns erkämpfen wollen?