Referat Arbeitszeit: Flexibilisieren, aber richtig! – Arbeitszeit neu denken

Seit langer Zeit findet die Auseinandersetzung um Arbeit in Österreich wieder mehr Beachtung. Mit der Einführung des 12-Stunden-Tags beschließt die schwarz-blaue Regierung eine weitere ausbeuterische Maßnahme, um ihre Netzwerke und Großspender – Reiche und Unternehmer – zufrieden zu stellen. Dieser Schritt bedeutet eine klare, deutliche Absage an die Interessen von ArbeiterInnen. Dabei haben sich die Arbeitsbedingungen in Österreich in den letzten Jahren ohnehin massiv verschlechtert: Viele leiden unter dem Druck, immer verfügbar sein zu müssen, leisten Bereitschaftsarbeit und unzählige Überstunden, während die anderen keine Vollzeit-Anstellung finden, obwohl sie darauf angewiesen wären.

Die Rechten erobern Schritt für Schritt immer mehr gesellschaftliche und institutionelle Macht, die Verteilung von Arbeitszeit rutscht stetig weiter ins Ungleichgewicht und die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit verschwimmen immer stärker. Wie kommen diese Entwicklungen zustande, wie wirken sie sich konkret aus und wie können wir ihnen etwas entgegensetzen? Wie kann eine Gegenperspektive aussehen, die die Interessen von allen ArbeiterInnen berücksichtigt und was könnte Flexibilisierung in unserem Sinne bedeuten?

Bei der Linken Sommerwerkstatt 2018 wollen wir uns von diesen frostigen Verhältnissen nicht unterkriegen lassen sondern versuchen, Arbeitszeit neu zu denken, Perspektiven für linke Politik eröffnen und damit Leute begeistern!

Susanne Haslinger: Text