Bewerbung als weiteres Vorstandsmitglied

Tanja Reiter

Ich darf mich kurz vorstellen…
Mein Name ist Tanja, ich bin 22 Jahre alt und wohne in Wien. Vor kurzem habe ich meinen Bachelor in Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität in Wien abgeschlossen und demnächst starte ich meinen Master in Banking and Finance. Neben dem Studium und der politischen Arbeit ist das Tanzen meine größte Leidenschaft – man findet mich vier- bis fünfmal in der Woche beim Training. Um mir den ganzen Spaß zu finanzieren, habe ich drei Nebenjobs: in einem Pharmaunternehmen, bei der KPÖ Wien im Bereich der Bildungsarbeit und in meinem Tanzstudio als Trainerin. Ein Funfact über mich ist, dass ich fünf Sprachen beherrsche.

Ich bin politisch aktiv, weil…
Wir leben in einem System, in dem Menschen sich selbst die Schuld an ihren Lebensumständen geben. Uns wird vermittelt, dass wir ganz allein dafür verantwortlich sind, ob wir im Leben “erfolgreich” sind – alles hinge von unserer eigenen Leistung ab und wenn wir es später mal nicht zu unermesslichem Reichtum gebracht haben, dann waren wir halt zu faul oder zu dumm. Niemand sagt uns aber, dass das System, in dem wir leben, darauf angewiesen ist, dass es viel Armut und Ungleichheit gibt. Wir müssen den Menschen zeigen, dass sie eben nicht selbst schuld sind, dass es ihnen schlecht geht, sondern dass der Kapitalismus einfach kein gerechtes Wirtschaftssystem ist. Deshalb bin ich politisch aktiv!

Meine Erfahrungen…
Ich bin seit meinem 15. Lebensjahr politisch aktiv und habe seither einiges an Erfahrungen sammeln können. Anfangs habe ich mich sehr auf die Organisierung von Großveranstaltungen konzentriert und irgendwann habe ich dann auch die Bildungsarbeit für mich entdeckt. Das hat darin gemündet, dass mittlerweile mein Vorzeigeprojekt die Summer School ist, die beide Aspekte (Großveranstaltung und Bildungsarbeit) in sich vereint. Des Weiteren war ich auch eine Periode Finanzreferentin im Bundesvorstand – habe also ein grundlegendes Verständnis von Vereinsverwaltung und -finanzen. 

Ich kandidiere, weil…
Schon seit der Gründung bin ich bei Junge Linke dabei und seither auch im Bundesvorstand.  Ich war schon immer von unseren Vorhaben überzeugt und finde es auch wichtig, diese regelmäßig zu hinterfragen und neue Sachen auszuprobieren. Für den Bundesvorstand kandidiere ich, weil ich unsere Strategie und die Wege, die wir gehen, mitgestalten möchte. Ich möchte diese Organisation zum Besseren verändern und damit auch unsere Gesellschaft.

Das kann ich besonders gut…
Das Schöne an ehrenamtlicher Arbeit ist, dass man keine Vorqualifikationen braucht, sondern man einfach alles lernen kann, was man möchte. Dennoch haben wir alle unterschiedliche Talente und ich würde behaupten, dass eine meiner Stärken Projektmanagement ist. Ich entwickle immer einen sehr großen Ehrgeiz, dass unsere Veranstaltungen gut über die Bühne gehen und habe ein großes Interesse daran, dass alle am Projekt beteiligten Leute möglichst viel dabei lernen. Da ist gutes Projektmanagement das Um und Auf.

So soll sich Junge Linke in den nächsten Jahren weiterentwickeln…
Mir ist vor allem wichtig, dass wir wachsen und größer werden. Denn es bringt uns absolut gar nichts, wenn wir in einer kleinen Bubble bleiben und uns mit uns selbst beschäftigen. Wir müssen ständig daran arbeiten, dass wir neue Leute erreichen und sich alle bei uns willkommen fühlen, die in dieser Welt etwas verändern möchten. Das erreichen wir dadurch, dass wir neue Projekte entwickeln, die über das Diskutieren von Texten hinausgehen und mehr an den Interessen der Leute ansetzen.

Auf dieses Projekt freu ich mich im nächsten Jahr am meisten…
Summer School. Das größte linke Bildungsevent auf die Beine zu stellen, mit spannenden Inhalten und viel Urlaubsflair, war eine unsere besten Projektideen und motiviert mich jedes Jahr aufs Neue.