Max Veulliet

Politische Geschäftsführung

Kurzbiografie:

Seit 2016 lebe ich in Wien, davor bin ich in Tirol aufgewachsen. Nach mehreren politischen Stationen bin ich seit unserer Gründung 2018 aus voller Überzeugung bei Junge Linke Wien dabei und seitdem auch als politischer Geschäftsführer im Landesvorstand.
2020 habe ich meinen Master abgeschlossen und seit Ende des Jahres auch einen Halbtagsjob in einer NGO angefangen. Vorher habe ich meinen Lebensunterhalt als Kellner und Fahrradkurier verdient. Wenn ich gerade nicht für Junge Linke aktiv bin, versuche ich öfter mal raus in die Natur zu kommen, für Freund:innen zu kochen und ein gutes Buch zu lesen.

Motivation:

Schaue ich momentan in die Medien, erscheint mir die österreichische Politik wie eine Farce. Während die einen käuflich sind oder alle ihre Prinzipien über Bord werfen, wollen die anderen eigentlich nur die tote Sozialpartnerschaft wiederbeleben oder wirtschaftlichen Profit über menschliches Leben stellen. Bei einer Tragödie könnte man vielleicht noch mitfühlen, aber sowohl Regierung als auch Opposition haben meine Sympathien verspielt.

Kein Wunder, dass die Leute, die ich bei der SOKO Miete getroffen habe, kein Vertrauen mehr in Behörden und Politiker:innen haben. Es gibt keinen Lichtblick in der Parteienlandschaft und nicht ein:e Politiker:in im Parlament, die mich mitreißt und mir Hoffnung macht. Umso wichtiger ist es also, dass wir das selber tun. Ich bin bei Junge Linke, weil ich in uns die Chance sehe, etwas zu schaffen, was viele Menschen begeistern kann und ihnen das Vertrauen gibt, dass eine bessere Zukunft möglich ist. Das ist eine große Aufgabe. Manchmal erscheint der Weg zu diesem Ziel verworren und blockiert. Und auch wenn ich mich selbst während der Pandemie in Situationen der Vereinzelung teilweise gefragt habe, ob das alles einen Sinn hat: Junge Linke braucht es und es braucht uns mehr denn je!

Im letzten Jahr konnten wir nicht alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Aber mit der SOKO Miete in Wien und dem Lernnetz auf Bundesebene haben wir spannende Projekte gestartet, deren langfristige Auswirkungen wir bald erkennen werden. Wir lernen derzeit viel mehr, als wir im Moment noch begreifen können und erreichen viel mehr Wiener:innen als jemals zuvor.

Ich freue mich, dass auch über das letzte Jahr hinweg viele neugierige, junge Menschen zu uns dazugestoßen sind. Ich möchte weiter neue Dinge ausprobieren und neue Gesichter kennenlernen. Ich möchte auch im kommenden Jahr weiter daran mitarbeiten, Junge Linke Wien nicht nur noch großartiger, sondern auch noch größer und damit politisch wirkmächtiger zu machen. Zusammen haben wir die Fähigkeiten und die Motivation, viel zu verändern.