27 – Wienwahl

Am Sonntag, den 11. Oktober hat Wien gewählt. Mehrere Parteien, darunter SPÖ und Grüne haben leichte Zugewinne, während die FPÖ massiv abstürzte. Für einen Achtungserfolg sorgt auch der linke Wahlantritt LINKS, der 2% der Stimmen bekommen hat und damit auch einige BezirksrätInnen stellen wird.

Wir fragen uns heute: Worum ging es eigentlich bei dieser Wahl? Wieso hat die FPÖ so viel verloren? Konnte die Linke von diesen Verlusten profitieren? Was bedeutet das Wahlergebnis von LINKS? Vor welchen Herausforderungen stehen wir als Linke in Wien, nach diesem Wahlergebnis?

Diese Fragen diskutiert Flora mit Max Veulliet, dem Geschäftsführer der Jungen Linken Wien.

26 – Männer

In den letzten Jahren hat es eine Phrase auf den Titel von fast jedem liberalen Wochenmagazin geschafft: “Die Krise der Männlichkeit”. Diskutiert wird die Frage von Erwartungen und Vorstellungen eines modernen Mannes, Arbeitsteilung in Paarbeziehungen, überholten Männlichkeitsbildern und fehlenden Vorbildern. Gleichzeitig werden in linken Kreisen immer mehr Konzepte “kritischer Männlichkeit” gefordert: Männer sollen sich dabei mit dem eigenen Verhalten, männlicher Sozialisation, Sexismus und den gesellschaftlichen Anforderungen, die sie an gestellt werden, auseinandersetzen.
Welche Debatten gibt es aktuell rund um Männlichkeit? Was kann die Rolle von Männern im Kampf für eine gleichberechtigte Gesellschaft sein? Was kann die Idee einer kritischen Männlichkeit dazu beitragen? Was heißt das konkret in der Praxis? Und warum braucht es vielleicht viel eher eine “linke, politische” Männlichkeit, statt einer “kritischen”?

Das diskutiert Flora mit Teresa Griesebner.

25 – Massenkündigung bei ATB

ATB Spielberg, einer der führenden Motorenhersteller in europa steht kurz davor hunderte Arbeiterinnen zu entlassen. Grund dafür ist die geplante Verlagerung der Produktion nach Polen. Während der Mutterkonzern, die Chinesische Wolong Group weltweit Millionengewinne einfährt wird der Steirische Tochterbetrieb in Konkurs geschickt um Kosten bei der Standortverlagerung zu sparen. Das trifft hunderte Beschäftigte und ihre Existenzen. Heute diskutieren wir, was da gerade in Spielberg passiert, welche Rolle die Gewerkschaft dabei spielte und was uns die Situation für die Lage der Arbeitskämpfe in Österreich sagt. Diese Fragen diskutiert Flora mit Josef Meszlenyi.

24 – Corona Demos

IIn den letzten Wochen fanden sich immer mehr sogenannte Corona-Leugner*innen, Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme zusammen, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Sie halten COVID-19 für eine Erfindung – und das ist ganz schön gefährlich. Einen Höhepunkt erreichten diese Demonstrationen Ende August, als in Berlin fast 40.000 Leute protestierten und schließlich versuchten das Reichstagsgebäude zu stürmen – unter ihnen zahlreiche bekannte Vertreter der extremen Rechten, der AfD sowie Neonazis.
In dieser Folge zu Gast: Xaver Hofbaur.

23 – Moria

In der Nacht von 8. auf 9. September ist das Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos fast vollständig abgebrannt. 12.000 Menschen wissen nicht wohin, das Lager ist komplett zerstört. Jahrelang schon ist die Lage in den griechischen Lagern katastrophal. Letzte Woche trat dann das ein, was seit März befürchtet wird: mehrere Corona-Fälle wurden bestätigt, die sich aufgrund der miserablen Zustände rasant verbreiten. Nachdem das Lager in Flammen aufging, errichtete die Polizei nun Barrikaden gegen die flüchtenden Menschen. Kurzum: In Moria zeigt sich der schreckliche Charakter der EU-Flüchtlingspolitik. Was passiert gerade in Moria? Wie hat sich die Lage dort in den letzten Jahren verändert, was ist die Geschichte des Flüchtlingslagers?

In dieser Folge zu Gast ist Tobias Schweiger.

22 – Dokumentationsstelle „Politischer Islam“

Nach den Angriffen türkischer Nationalisten auf kurdische und linke Gruppen in Wien Favoriten Ende Juni kündigte das Integrationsministerium an, noch im Juli eine Dokumentationsstelle für “politischen Islam” einzurichten. Als Vorbild wird das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) genannt.

Unbestritten ist es wichtig, Radikalisierungsnetzwerke zu erforschen und für die Öffentlichkeit offenzulegen, wie es das DÖW seit Jahren mit Rechtsextremismus tut. Doch wird die neue Stelle diesen Anspruch erfüllen können? Was für politische Vorstellungen stehen hinter einer solchen Stelle? Wovon lenkt dieses Manöver der Regierung ab? Worin besteht die Gefahr bei dieser Zuspitzung auf “politischen Islam”?
Zu Gast Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes.

21 – Proteste in Belarus

Anfang August wurde in Belarus gewählt – durchgesetzt hat sich, wenig überraschend, der seit Jahren amtierende Präsident Lukaschenko. Schnell war von Wahlfälschung die Rede und Schlagzeilen über Belarus als Diktatur häuften sich. Schon am Tag nach der Wahl kamen Proteste gegen Lukaschenko in Gang – trotz der immensen Größe und langen Dauer der Proteste, scheint sich Lukaschenko halten zu können.
Wir wollen uns in der heutigen Folge einen Überblick über die Lage verschaffen und fragen: Was passiert gerade in Belarus? Wogegen gehen die Leute vor Ort auf die Straße, wofür demonstrieren sie? Von wem werden die Proteste getragen, worin liegt ihr Potential? Welche Rolle spielt die Opposition, welche Ziele verfolgt sie? Und was müssen wir eigentlich über Belarus wissen, um die politische Lage besser einschätzen zu können?
Zu Gast: Alisa Vengerova, Bezirksvorständin der Jungen Linken Landstraße und Mitglied im Junge Linke Social Media Team

20 – 60 Jahre Anti-Baby-Pille

Die Entwicklung der modernen Geburtenkontrolle in Form der Pille machte es Frauen schlagartig möglich, aus der Dauerschleife des Gebärens auszubrechen. Erst dadurch wurden viele Kämpfe und Errungenschaften der Frauenbewegung überhaupt möglich. Aber ist die Pille mit ihren Nebenwirkungen noch zeitgemäß? Aus welcher historischen Situation heraus wurde sie entwickelt, welche Kämpfe gab es um die Pille? Und wofür müssen wir heute kämpfen, wenn wir selbstbestimmt leben wollen? Zu Gast: Iyabo Binder, Aktivistin der Jungen Linken Donaustadt.

19 – Lisa Eckhart und der Antisemitismus

Vor einige Tagen entstand in Österreich und Deutschland eine große Diskussion rund um die Person Lisa Eckhart und ihre „kabarettistischen“ Darbietungen. Ein Auftritt beim WDR brachte den Stein ins Rollen, es folgten Vorwürfe des Rassismus und Antisemitismus.
Als Reaktion gab es Proteste, Ausladungen, Solidarisierungen und eine Debatte um das aktuelle Phänomen der “Cancel Culture”. Wir fragen uns heute: Wie können wir die Debatte um Lisa Eckhart politisch einordnen? Was ist an dem Antisemitismus-Vorwurf, der im Mittelpunkt der Kritik stand, dran? Und wie können wir als Linke generell mit Antisemitismus umgehen?
Zu Gast: Sarah Pansy, politische Geschäftsführerin Junge Linke Österreich

18 – Impfpflicht

Mit‌ ‌der‌ ‌weltweiten‌ ‌Ausbreitung‌ ‌von‌ ‌Corona‌ ‌wurde‌ ‌die‌ ‌Notwendigkeit‌ ‌von‌ ‌Impfungen‌ ‌wieder‌ ‌
deutlich.‌ ‌Immer‌ ‌mehr‌ ‌Forschungsinstitute‌ ‌und‌ ‌Unternehmen‌ ‌entwickeln‌ ‌aktuell‌ ‌Impfstoffe‌ ‌gegen‌ ‌das‌ ‌Coronavirus,‌ ‌getestet‌ ‌wird‌ ‌schneller‌ ‌und‌ ‌unter‌ ‌mehr‌ ‌Druck‌ ‌als‌ häufig ‌zuvor.‌ ‌Pharmaindustrien‌ ‌geraten‌ ‌dadurch‌ ‌immer‌ ‌wieder‌ ‌in‌ ‌Kritik‌ ‌-‌ ‌und‌ ‌Impfgegner*innen‌ ‌nutzen‌ ‌das‌ ‌als‌ ‌Anlass‌ ‌für‌ ‌gefährliche‌ ‌Verschwörungstheorien‌ ‌gegen‌ ‌das‌ ‌Impfen.‌ ‌ ‌

‌Was‌ ‌hat‌ ‌es‌ ‌mit‌ ‌der‌ ‌Debatte‌ ‌um‌ ‌das‌ ‌Impfen‌ ‌auf‌ ‌sich?‌ ‌Welche‌ ‌Interessen‌ ‌treffen‌ ‌aufeinander,‌ ‌wenn‌ ‌es‌ ‌um’s‌ ‌Impfen‌ ‌geht?‌ ‌Was‌ ‌spricht‌ ‌für,‌ ‌was‌ ‌gegen‌ ‌eine‌ ‌Impfflicht?‌ ‌Und‌ ‌wie‌ ‌können‌ ‌wir‌ ‌uns‌ ‌als‌ ‌Linke‌ ‌dazu‌ ‌positionieren?‌

Das diskutiert Flora in der 18. Folge mit Wolfgang Zauner. Wolfgang studiert Advanced Nursing Education, arbeitet als Pfleger und ist aktiv bei den Jungen Linken.