Schaffung einer Anti-Diskriminierungsstrategie

Antrag zum 2. Bundesausschuss 2022

Antragssteller:innen: Alisa Vengerova, Dina Eggerth, Dominik Rauch, Jakob Hundsbichler, Julia Prassl, Marina Andreu y Casadesus, Tanja Reiter

Als Kommunist:innen wollen wir eine befreite Welt für alle Menschen. Wir haben den Anspruch eine Welt zu schaffen, in der jede und jeder ohne Angst verschieden sein kann. Dahin ist es noch ein weiter Weg. Dennoch wollen wir bereits jetzt ein Ort sein, an dem sich jeder und jede wohlfühlen und sich selbst sein kann, ohne Angst haben zu müssen, aus welchen Gründen auch immer diskriminiert zu werden. Das ist dringend nötig, denn Diskriminierung ist in unserer Gesellschaft noch immer für zu viele Menschen Alltag.

Ob aufgrund von Hautfarbe, Nationalität, Religion, Geschlecht, Sexualität, Aussehen, oder Körpernorm: Diskriminierung ist nie die Schuld der diskriminierten Person. Ihr Problem ist sie aber schon. Als Junge Linke sind wir fest überzeugt, dass jede Form von Diskriminierung beendet werden muss. Daraus muss sich aktives Handeln ergeben, das wir mit dieser Strategie forcieren wollen. 

Als Junge Linke setzen wir hier bereits einiges um. Mit Seminaren, die die vielfältigen Gründe von Diskriminierungen analysieren, Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit die alltägliche Diskriminierungen thematisieren und einer Verbandskultur, die im Vergleich zur allgemeinen Gesellschaft einen fortschrittlichen, diskriminierungsarmen Rahmen und jungen Menschen einen Ort des Austauschs und Miteinanders bietet. Weil Diskriminierung und Ausgrenzung gesellschaftliche Probleme sind, die auch nicht vor einer linken Jugendorganisation Halt machen, müssen wir bereit dazu sein, stets zu reflektieren wie gut oder schlecht uns das gelingt und Schritte nach vorne setzen.

Wir wollen diese wichtigen Schritte der Anti-Diskriminierung noch weiter ausbauen und dabei auch noch stärker einen politischen Fokus legen auf diese Diskrimnierungsformen, ihre gesellschaftlichen Gründe und wie wir sie überwinden können. Dafür wollen wir eine Anti-Diskriminierungsstrategie entwickeln die bisherige Erfahrungen aufgreift, verbessert und ausweitet. Jede Form der Diskriminierung hat unterschiedliche Gründe und Auswirkungen. Das soll in der Strategie selbstverständlich berücksichtigt werden. 

Beschluss: Der Bundesausschuss beauftragt den Bundesvorstand zur Umsetzung eines Prozesses im Rahmen dessen eine Ausarbeitung einer Anti-Diskriminierungsstrategie im Verband umgesetzt werden soll.