Zukunftsklausur und 3. Bundesausschuss 2021

29. Oktober - 1. November
Volkshaus Graz

Seit fast dreieinhalb Jahren gibt es uns jetzt als Junge Linke. Wir haben viel erreicht: Wir haben es geschafft, die einzige bundesweit aktive politische Jugendorganisation zu werden, die außerhalb der üppigen Staatsförderungen politische Arbeit organisieren kann. Nicht nur haben wir uns durch die harte Arbeit von uns allen eine eigene Basis von über 300 Mitgliedern geschaffen, wir wurden auch binnen kürzester Zeit zu Österreichs schnellstwachsender Jugendorganisation. Jeden Tag will eine neue Person bei Junge Linke aktiv werden. Mit unseren Bezirksgruppen sind wir inzwischen in fast allen Bundesländern ein Anker für junge linke Menschen. 

Wir haben den Aufbau von Junge Linke erfolgreich umgesetzt. Deshalb wollen wir auf unserem kommenden Bundesausschuss einen großen Prozess für Junge Linke in den nächsten Jahren starten. Unser 3. Bundesausschuss am 1. November 2021 wird dafür umrahmt von der Junge Linke Zukunftsklausur. Bei der Zukunftsklausur von 29.Oktober bis 1. November kommen vor allem Bundes-, Landes- und Bezirksvorstände, Bundesausschussdelegierte und Mitglieder aus den Geschäftsbereichen zusammen, um gemeinsam die nächsten Schritte in der Entwicklung von Junge Linke zu planen. 

Der Bundesausschuss als Teil der Zukunftsklausur am 1. November soll die Ideen und Pläne der Zukunftsklausur zusammenfassen und in einen Prozess bis zum Bundeskongress im Jänner voranbringen. Dieser Prozess soll dazu dienen Jungen Linke auf den Übertritt in eine neue Phase am Bundeskongress von 6.-9. Jänner vorzubereiten. Nach dem erfolgreichen Aufbau wollen wir jetzt die Weichen für die kommenden Jahre legen und in eine neue Phase unserer Geschichte übergehen. Den Weg dahin wollen wir so breit und offen wie möglich gestalten. Deshalb soll die Zukunftsklausur die Grundsteine für einen gemeinsamen Prozess mit allen Mitgliedern bis zum Bundeskongress legen. 

Die Plätze für die Zukunftsklausur sind auf 50 Personen begrenzt. Delegierte zum Bundesausschuss erhalten auf jeden Fall einen Platz. Bei über 50 Anmeldungen werden Landes- und Bezirksvorstände sowie Mitglieder aus Geschäftsbereichen vorgereiht. Sollte kein Platz mehr frei sein, melden wir uns früh genug bei dir.  

Was: Zukunftsklausur (29.Okt. – 1. Nov.) und Bundesausschuss (1. Nov.) 
Wann: Fr, 29. Oktober – Mo, 1. November
Wo: Volkshaus Graz, Lagergasse 98a

Programm

Freitag, 29. Oktober

18:00 -

Ankunft und Begrüßung

19:00 -

Fishbowldiskussion
Der Erfolg der KPÖ Graz und die Folgen für die Linke in Österreich 

22:00 -

Abendausklang

Samstag, 30. Oktober

09:30 -

Zukunftsklausur
Alte und neue Herausforderungen – Analyse der bisherigen Aufbauphase

13:00 -

Mittagspause

14:30 -

Zukunftsklausur
3 Jahre Junge Linke – was wir für die Zukunft lernen

18:00 -

Abendessen

19:00 -

Einschätzung zur aktuellen Lage und Perspektiven für Junge Linke
Diskussion

22:00 -

Bowling

Sonntag, 31. Oktober

09:00 -

Zukunftsklausur
Übertritt in die nächste Phase: Was es jetzt braucht.

13:00 -

Mittagspause

14:00 -

Zukunftsklausur
Große Ziele, große Pläne: 5-Jahresplan für die Zukunft

18:00 -

Abendessen

19:00 -

Podiumsdiskussion zur Aufgabe kommunistischer Jugendorganisation

21:00 -

Halloween-Party

Montag, 1. November

10:00 -

Bundesausschuss

12:00 -

Mittagspause

13:00 -

Bundesausschuss

15:00 -

Abreise

Beschlossene Anträge

Beschlossener Dringlichkeitsantrag am 3. Bundesausschuss 2021

Antragsteller:innen: anwesende Mitglieder am Bundesausschuss, am 1. November (Alisa Vengerova, Amir Sturm, Anna Hecher, David Breurather, Dina Eggerth, Dominik Rauch, Elif Kilic, Hannah Ezekwe, Jakob Hundsbichler, Jakob Weber, Julian Matjasic, Konstantin Papirnik, Lea Fellacher, Lea Schwärzler, Marina Andreu y Casadesus, Marvin Haidacher, Max Veulliet, Niklas Lorenz, Sandro Olawske, Sebastian Muxel, Sophia Glinka, Tabea Freiler, Tanja Reiter, Teresa Griesebner, Tobias Kohlberger, Tom Oberhauser, Valentin Winkler, Veronika Hackl)


Junge Linke hat sich gegründet, um am Aufbau einer starken linken Partei mitzuarbeiten. 

Wir sind seit unserer Gründung gewachsen und haben viele Erfolge gefeiert. Aber in der gesamten österreichischen Linken hat sich viel verändert. Da sich die Linke weiterentwickelt hat, muss sich auch Junge Linke selbst eine neue Rolle in der Linken geben. Die Notwendigkeit des Aufbaus einer Partei ist in der österreichischen Linken angekommen. Die Frage ist nicht mehr, ob es eine linke Partei gibt, sondern welche. Dabei gibt es aktuell vor allem zwei Modelle: Linkspartei und Kommunistische Partei. Beide Modelle, Linkspartei und eine kommunistische Partei können bei Wahlen erfolgreich sein. Das zeigen die deutsche Partei Die Linke und auch das Wahlbündnis Links in Wien einerseits, und andererseits der Erfolg der KPÖ in Graz. Es geht aber nicht nur um Wahl-Erfolg, sondern vor allem um die Inhalte und Ziele, die wir mit einer Partei erreichen können.

Unsere Utopie ist eine Welt ohne Ausbeutung, Angst und Not. Eine Welt, in der der Grundsatz gilt: Jede nach ihren Fähigkeiten, jede nach ihren Bedürfnissen. Dieses Ziel ist in einer kapitalistischen Gesellschaft nicht möglich. Für die Erreichung unseres Ziels brauchen wir deshalb eine Partei, die offen dieses kaputte System angreift und eine andere Gesellschaft anstrebt. Es braucht eine Partei, die aktiv Klassenpolitik betreibt mit und für die große Mehrheit der Gesellschaft, die Arbeiter:innenklasse. Dieser systemüberwindende Charakter verknüpft mit einer Politik der Nützlichkeit ist nur mit einer kommunistischen Partei möglich. 

Deshalb stellt sich die Frage, wer diese kommunistische Partei sein kann und in welchem Verhältnis wir als Junge Linke zu ihr stehen. Konkret für Österreich bedeutet das für uns die Frage, ob die Kommunistische Partei Österreichs diese Partei sein kann. Die KPÖ ist aktuell nicht die kommunistische Partei, die wir wollen. Wir müssen uns aber fragen, ob sie das Potential hat, diese Partei zu werden.

Wir müssen uns also in den nächsten Monaten fragen, was für eine Partei wir in Zukunft für die Erreichung unserer Ziele haben wollen, ob die Kommunistische Partei Österreichs diese Partei sein kann und wenn ja, in welchem Verhältnis wir als Jugendorganisation dazu stehen.

Das wollen wir in einem breiten und intensiven Diskussionsprozess mit dem gesamten Verband diskutieren, um am Bundeskongress von 6. – 9. Jänner eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Beschluss: Der Bundesausschuss beauftragt den Bundesvorstand einen groß angelegten Diskussionsprozess innerhalb des Verbands zu starten, mit jedem einzelnen Mitglied über die zukünftigen Perspektiven zu sprechen, Anträge zum Bundeskongress vorzubereiten und konkret eine Variante auszuarbeiten, ob und wie ein ausdrückliches Naheverhältnis zur Kommunistischen Partei als Jugendorganisation aussehen könnte und sinnvoll wäre. Dieser Prozess soll alle Mitglieder von Junge Linke erreichen und inkludieren. Die unterschiedlichen Ausgangslagen und Herausforderungen in den Bundesländern sollen dabei beachtet und Diskussionen in den Bezirksgruppen ehrlich und offen geführt werden.