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Lesekreis: Oops I did it again – Der Kapitalismus und seine Krisen

Klar, die 2020er-Jahre haben gleich am Beginn eine unerwartete Wendung genommen. Aber schon das vergangene Jahrzehnt war außergewöhnlich turbulent: Mehrere arabische Diktatoren wurden gestürzt, die britische Bevölkerung beschloss die EU zu verlassen, Russland annektierte einen Teil der Ukraine, Norbert Hofer wäre um ein Haar österreichischer Bundespräsident geworden und in den USA kam Donald Trump an die Macht. All diese Ereignisse wurden entscheidend durch die Nachbeben der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg mitgestaltet – der Finanzkrise von 2008. Das letzte Jahrzehnt hat uns gezeigt, wie sehr Krisen die politische Ereigniswelt formen, Undenkbares innerhalb kürzester Zeit ermöglichen, aber auch unüberwindbare Schranken für politisches Handeln setzen können. Ob wir vor einer neuen Krise stehen oder schon darin stecken, wie tief sie ausfallen und woran sie sich entzünden wird, ist daher wohl die zentrale Frage für jede langfristige linke Strategie. Wollen wir den alltäglichen Ereignissen nicht keuchend hinterher stolpern oder uns in Sackgassen verlaufen, müssen wir uns die Grenzen und Möglichkeiten vergegenwärtigen, mit denen uns die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus konfrontiert. Einen ersten Schritt dazu wollen wir mit unserem Lesekreis setzen.

Was? Lesekreis: Oops I did it again – der Kapitalismus und seine Krisen
Wann? Anfang November bis Weihnachten, ein Termin pro Woche
Wo? Online

Programm

Zu Beginn  unseres Lesekreises werden wir diskutieren, warum wir uns überhaupt mit Wirtschaftskrisen beschäftigen, unsere Erwartungen klären und uns gegenseitig kennenlernen.

Krisen sind ein ständiger Begleiter des Kapitalismus und wer sich seine Geschichte ansieht erkennt, dass diese Einbrüche einer gewissen Regelmäßigkeit folgen. Tritt man jedoch einen Schritt zurück, sieht man, dass seit den 1970er-Jahren die Krisen gemeinhin tiefer und die Erholungsphasen schwächer geworden sind. Warum die kapitalistische Wirtschaft so regelmäßig einbricht und warum diese Krisen in den letzten Jahrzehnten immer heftiger geworden sind, werden wir uns in dieser Einheit ansehen.

Denkt man an Wirtschaftskrisen, gehören Bilder von fallenden Aktienkursen und panischen Bänkern wohl zu den ersten, die uns in den Sinn kommen. Warum aber sind die  Finanzmärkte so instabil? Wie kann ein Börsencrash überhaupt die gesamte Wirtschaft mit in den Abgrund reißen? Und sind die entfesselten Finanzmärkte vielleicht sogar Schuld daran, dass die Weltwirtschaft sich in den letzten Jahrzehnten so schwach und krisenhaft entwickelt hat?

 

Kurzarbeit, Bankenrettung und Gastrogutschein – in der Krise schlägt die Stunde des Staates. Was er aber wirklich leisten kann, ist heftig umstritten: Die einen meinen, dass man durch kluge Wirtschaftspolitik Krisen fast vollständig entschärfen kann, während andere darauf pochen, dass der Staat Probleme nur auf die lange Bank schiebt und verschärft. Wir wollen uns fragen, was an diesen beiden Standpunkten dran ist, und welche Handlungsspielräume eine linke Regierung in Krisenzeiten tatsächlich hätte.

Keine Krise trifft alle Länder gleich hart und auf die gleiche Art und Weise. China ging aus der Finanzkrise von 2008 vergleichsweise gestärkt hervor und ist angesichts der Coronakrise drauf und dran, dieses Kunststück noch einmal zu wiederholen. Der beeindruckende Aufstieg der Volksrepublik hat aber in den Hintergrund rücken lassen, dass den meisten Schwellenländern ein solcher Erfolg seit Jahrzehnten verwehrt bleibt. Wir werden die Gründe dieses Scheiterns betrachten und uns ansehen, was die Linke am Rande des Kapitalismus und in seinen Zentren tun kann, um die Armut in einem so großen Teil der Welt zu beenden.

 

Wir haben nun die Ursprünge, staatlichen Handlungsspielräume und globalen Auswirkungen von Wirtschaftskrisen beleuchtet. Aber wie wirken Krisen auf uns selbst und die Menschen, die wir organisieren wollen? Schwinden Machtbewusstsein und Solidarität durch Arbeitslosigkeit und Unsicherheit? Oder offenbaren Krisen erst die Widersprüche des Kapitalismus und machen Menschen empfänglich für linke Politik? Mithilfe von historischen Beispielen wollen wir Antworten auf diese Fragen finden.

Zum Abschluss wagen wir uns an eine Einschätzung der aktuellen Situation. Wie war es um die Weltwirtschaft bestellt, bevor die Coronakrise alles durcheinander gebracht hat? Was hat sich wirtschaftlich und politisch seitdem getan? Und was steht uns wirtschaftlich im angefangenen Jahrzehnt noch bevor? Mit Texten, Artikeln und dem Persönlichkeitstest “Welcher Krisentyp bist du?” versuchen wir, all das zu beantworten und uns als Linke im aktuellen Chaos zu verorten.

Anmeldung - Online


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Montag - ab 9. November, 18:00-20:00 (verkürzt, nur 4 Einheiten)Dienstag - ab 10. November, 19:00-21:00Mittwoch - ab 11. November, 18:00-20:00Sonntag - ab 15. November, 19:00-21:00

Was ich noch sagen wollte:

Bitte lasst mir den Reader mit allen Texten für einen Unkostenbeitrag von 2,50€ zukommen.

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Der Lesekreis vor Ort findet unter Einhaltung der nötigen Sicherheitsstandards (Maskenpflicht, Lüftung, Desinfektionsmittel und zugewiesene Sitzplätze mit Abstand) in Linz und Wien statt. Sollte das im Laufe des Lesekreises nicht mehr möglich sein, kannst du natürlich jederzeit zum Online-Lesekreis umsteigen.

Wien
jeden Freitag ab 13. November, 19:00-21:00
KPÖ Büro, Raffaelgasse 1a, 1200 Wien

Linz
Jeden Montag ab 9. November, 18:00-20:00
KHG, Mengerstraße 23, 4040 Linz

WienLinz

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