Junge Linke

Es geht: Junge Linke - die ersten Schritte

Vor genau einem Jahr haben wir Junge Linke als unabhängige Jugendorganisation gegründet. Unser Anspruch: Wir wollen dazu beitragen, eine starke linke Kraft in Österreich aufzubauen. Wir wollen nicht länger zuschauen, wie alle Parteien weiter nach rechts rücken. Wenn Grüne zu Frontex-Fans mutieren, die SPÖ ihren gesellschaftlichen Gestaltungsanspruch aufgegeben hat und die ÖVP mit Kurz die freie Wahl bekommt, mit wem sie ihr autoritäres Projekt weiterführen kann, dann ist klar: Es ist Zeit für etwas Neues.

Vor genau einem Jahr sind knapp 100 junge Menschen aus ganz Österreich zusammen gekommen, um damit anzufangen. Schritt für Schritt, im Rahmen unserer Möglichkeiten, mit wenig Geld aber großer Hoffnung, dass es viel mehr Menschen in Österreich (und darüber hinaus) gibt, die sich eine starke linke Partei wünschen. Die Schritte sind schnell und groß geworden: Am Gründungskongress haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis Ende 2019 150 Mitglieder zu organisieren. Wir haben jetzt schon über 200. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, 18 Gruppen in ganz Österreich aufzubauen, wir haben jetzt schon über 20 und es werden noch mehr. Darauf sind wir stolz. Unseren Erfolg verdanken wir zuallererst den vielen Menschen, die zahllose Stunden ehrenamtlicher Arbeit in den Aufbau dieser Strukturen gesteckt haben.

Menschen, die frühmorgens oder spät nachts Flyer vor Schulen oder in Kneipen verteilen, um auf uns aufmerksam zu machen und für unsere Positionen einzustehen. Menschen, die Räume renovieren, aufräumen oder dekorieren, damit sich alle bei uns wohlfühlen können. Menschen, die anderen hinterher telefonieren um ihnen die Beteiligung zu erleichtern. Menschen, die in Arbeitspausen oder spät nachts nach der Uni hunderte Grafiken produzieren um schöne Einladungen für unsere Events zu haben. Menschen, die sich darum zanken, wessen Datenlisten die übersichtlichsten sind, damit alles reibungslos organisiert werden kann. Viele Menschen haben wir begeistert und viele Aufgaben mehr haben wir im letzten Jahr gemeinsam bewältigt.

Im März haben wir Kay-Michael Dankl in Salzburg in den Gemeinderat gebracht und gezeigt, dass linke Erfolge in Österreich möglich sind; dass, wenn wir auf die Straße gehen und ein glaubwürdiges Angebot anbieten für alle, die sonst ignoriert werden, vieles möglich wird was vorher undenkbar erscheint.

Wir glauben an unser Projekt und viele andere auch. Wir danken der KPÖ, die uns mit wertvoller finanzieller Unterstützung ermöglicht hat, diesen Weg anzutreten. Wir danken Spenderinnen und Spendern, die uns ermöglichen, nicht zuallererst auf die Töpfe der Parteienfinanzierung zu schielen, die in Österreich alle Parteien korrumpiert. Wir haben erste Schritte für eine linke Spendenkultur gesetzt um uns strukturell unabhängig machen zu können. Unsere monatlichen Mitgliedsbeiträgen und die neu eingeführte Fördermitgliedschaft sollen die Unabhängigkeit von Junge Linke garantieren.

Dass wir heute auf diese Erfolge zurückblicken können, dass wir es schon innerhalb eines einzelnen Jahres geschafft haben, so viele junge Leute zu organisieren und sich alleine in den letzten paar Wochen nochmal mehr als 100 Leute bei uns gemeldet haben, mitzumachen, macht Mut. Und es stellt uns vor Herausforderungen, Strukturen zu entwickeln, die für dieses Wachstum geeignet sind.

Diesen Verband ins Leben zu holen, dafür haben im letzten Jahr so viele Menschen ihre Energie, ihre Kreativität und ihr ganzes Herzblut aufgewendet. Dafür möchten wir euch allen ein riesengroßes Danke sagen! Wir haben noch einen langen Weg vor uns und uns wird auch in den nächsten Jahren bestimmt nicht langweilig. Heute wollen wir aber darauf anstoßen, dass wir es bis hierher geschafft haben.

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