2020 ist da und auf die Jungen Linken in Wien kommen Wahlen zu. Die Gemeinderatswahl und die Bezirksratswahlen in Wien werfen Fragen von Organisationsformen und Bündnissen auf. So richtig will niemand am Wahlprogramm hängen, wer liest denn sowas überhaupt? Und schließlich haben wir uns schon daran gewöhnt, dass die nächste Wahl nicht die erste ist, nach der wir aktiv unsere Forderungen umsetzen können. 

Aber warum kandidieren wir eigentlich für Wahlen und wer hat damit angefangen? Was versprechen wir uns von den Mandaten in staatlichen Parlamenten und welche Programme brauchen wir dafür? Wie haben es vergangene Generationen von Linken mit dem Gang zur Urne gehalten? Was heißt in diesem Zusammenhang dann Realpolitik und welche Partei braucht es dafür?

Diese und andere Fragen wollen wir in drei gemeinsam gestalteten Einheiten diskutieren. Das Format Leseworkshop hilft uns dabei: die Texte lesen wir vorab und setzen uns dann vor Ort intensiv mit der Thematik auseinander: in Gruppen werden gemeinsam Inhalte erarbeitet, aktuelle Fragen aufgegriffen und neue Perspektiven aufgemacht. 

  1. Einheit: Fr, 24.01.2020, 14:00-18:00 In der ersten Einheit werden wir uns mit dem Moment beschäftigen, als die Linke anfing, sich auf die Parlamente zu verlassen Wir lesen Eduard Bernstein und erarbeiten die Kritik revolutionärer Linker an seiner Position. Wir ziehen Verbindungen in unsere Zeit und fragen uns, was es eigentlich mit der schöpferischen Kraft der Revolution auf sich hat.
  2. Einheit: Fr, 31.01.2020, 14:00-18:00 In der zweiten Einheit werden wir der Frage nachgehen, ob die Linke in den Parlamenten überhaupt etwas erreichen kann. Wir lesen Johannes Agnoli und diskutieren dabei, was er unter Fundamentalopposition versteht. Außerdem wollen wir uns damit beschäftigen, wie die Kommunistische Parteien ihren Frieden mit der Demokratie machten.
  3. Einheit: Fr, 14.02.2020, 14:00-18:00 In der dritten Einheit wollen wir darüber reden, welchen Stellenwert Politik und Demokratie heute eigentlich haben. Wir lesen Chantal Mouffe und werden uns mit spannenden Aspekten ihrer Thesen und wichtigen Kritiken ihrer Theorie beschäftigen. Wir wollen verstehen, wie Befreiung und eine andere Gesellschaft überhaupt gedacht/gemacht werden können.

Bitte melde dich an, wenn du an den Workshops teilnehmen möchtest. Bei den Teilnehmenden achten wir auf Ausgewogenheit aus Männern* und Frauen* sowie bezüglich der Bezirksgruppen. Keine Sorge: das ist nicht der letzte Leseworkshop. 🙂

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