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Lesekreis: Politik in finsteren Zeiten

Seit Anfang des Jahres ist die erste Türkis-Grüne Regierung an der Macht. Viele Linksliberale atmen auf: Alles besser als die Regierungsbeteiligung der FPÖ! Doch ein genauer Blick in das Regierungsprogramm zeigt, dass sich auch hier die Forderungen der Rechten wiederfinden. 

Wie kann es sein, dass rechte und faschistische Kräfte solch eine Macht haben, obwohl sie nicht einmal in der Regierung sind? Wie können wir diese Entwicklungen stoppen und welche Alternativen gibt es?

Bei unserem Lesekreis “Politik in finsteren Zeiten” wollen wir herausfinden, was Faschismus eigentlich heißt, wie er entsteht, warum er auf viele Menschen attraktiv wirkt und damit auch Massen mobilisieren kann. Wir werden Texte lesen, die sich mit faschistischen Ideologien des 20. Jahrhunderts beschäftigen und gemeinsam darüber diskutieren. Für die 1. Einheit muss im Vorhinein nichts gelesen werden. Die Reader mit den Texten für die anderen Einheiten bekommt ihr vor Ort. Die Texte für die Einheiten 2 bis 6 sollten jeweils vorab zu Hause gelesen werden.

Anmeldung:


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Was ich noch sagen wollte:


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Termine:

1. Einheit: Do, 15.10., 18:30-20:30

Bei der 1. Einheit gibt’s einen Einstieg in die geschichtlichen Hintergründe faschistischer Regime. Dabei werden wir uns den Aufstieg der Nationalsozialisten genauer ansehen. Außerdem lesen wir Ausschnitte aus “Eine vergebliche Warnung” von Manès Sperber.
Für die 1. Einheit muss vorab nichts gelesen werden. Die Reader mit den Texten für die anderen Einheiten bekommt ihr vor Ort. Die Texte für die Einheiten 2 bis 6 sollten jeweils vorab zu Hause gelesen werden.

2. Einheit: Do, 22.10., 18:30-20:30

Bei der 2. Einheit befassen wir uns mit dem Mythos, die meisten Österreicher*innen hätten sich nicht an den Verbrechen der Nazis beteiligt. Wir lesen dazu den Text “Keiner war dabei” von Hans Safrian und Hans Witek, der skizziert mit welchem Eifer breite Teile der Bevölkerung in das Rauben und Morden eingebunden waren.

3. Einheit: Do, 05.11., 18:30-20:30

Bei der 3. Einheit beschäftigen wir uns mit dem faschistischen Regime in Italien unter Mussolini. Wir lesen dazu den Text “Der Kampf gegen den Faschismus” von Clara Zetkin, der sich mit den Widersprüchen des Faschismus und der faschistischen Propaganda beschäftigt. Zetkin nimmt dabei den Faschismus als Massenphänomen wahr und erkennt ihn als Reaktion auf die alltäglichen Ängste der Menschen.

4. Einheit: Do, 19.11., 18:30-20:30

Bei der 4. Einheit befassen wir uns damit, wie der Nationalsozialismus von der Idee einer kleinen Gruppe zu einer Massenbewegung werden konnte. Wilhelm Reich analysiert in seinem Text “Massenpsychologie des Faschismus” dabei die Rolle des Kleinbürgertums und die der Familie im Faschismus.

5. Einheit: Do, 03.12., 18:30-20:30

In der 5. Einheit beschäftigen wir uns mit faschistischer Sprache, die Theodor W. Adorno in seiner kurzen Studie “Antisemitismus und faschistische Propaganda” beschreibt. Außerdem untersucht er die Bedürfnisse der Individuen, die von faschistischer Propaganda aufgegriffen werden und wie diese ihre Wirkung entfalten.

6. Einheit: Do, 17.12., 18:30-20:30

In der 6. und damit letzten Einheit lesen wir gemeinsam Ausschnitte aus dem Text “Antisemitismus und Nationalsozialismus” von Moishe Postone. Dieser setzt sich mit dem Phänomen des Vernichtungsantisemitismus auseinander. 

Alle Termine finden im Spektral (Lendkai 45, 8020 Graz) statt. Der Lesekreis ist so aufgebaut, dass man an möglichst allen Terminen teilnehmen sollte. Gebt bitte Bescheid, wenn ihr an einem Termin nicht dabei sein könnt. Bitte kommt mit Mund-Nasenschutz zu den Veranstaltungen, Desinfektionsmittel wird vor Ort zur Verfügung gestellt. Haltet mindestens einen Meter zu den anderen Teilnehmer*innen. Bei mehr als 10 Anmeldungen wird es zugewiesene Sitzplätze bei den Veranstaltungen geben. Wenn ihr Covid-19 Symptome habt, dann kommt bitte nicht zum Termin. Gebt auch Bescheid, wenn ihr kurz nach einer Einheit Symptome spürt, damit wir alle Teilnehmer*innen benachrichtigen können. Bei weiteren Fragen könnt ihr uns gerne unter steiermark@jungelinke.at schreiben. Bis bald, wir freuen uns schon!

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